Leitbild

I. Wurzeln, aus denen wir kommen

Gottes Ja zum Leben ist die Grundlage unseres gemeinsamen Auftrags. Die Marienhaus Unternehmensgruppe versteht sich als christliches Unternehmen und sieht es als ihre vornehme Pflicht, die Werke der Waldbreitbacher Franziskanerinnen fortzuführen und weiterzuentwickeln. Dabei knüpft sie bewußt an das Leben und die Intention der Ordensgründerin Mutter Rosa an und will sich den Blick für die Not der Mitmenschen in der heutigen Zeit bewahren.

So engagiert sich die Marienhaus Unternehmensgruppe in vielfältiger Weise für Kranke, für alte und behinderte Menschen, für Kinder und Jugendliche sowie für Menschen in der letzten Lebensphase.

Alle Mitarbeiter/innen sind eingeladen, unsere gemeinsamen Unternehmensziele auf der Basis der christlichen Nächstenliebe zu verwirklichen.

Das Leitbild stellt einen verbindlichen Orientierungsrahmen dar und ist von jeder Einrichtung in Bezug auf ihre Aufgaben und regionalen Bedingungen zu konkretisieren.

Alle Mitarbeiter/innen sind gefordert, das Leitbild mit Leben zu erfüllen.

Gesellschafter, Aufsichtsrat und Geschäftsführung achten in besonderem Maß auf die Umsetzung des Leitbildes.

II. Grundsätze, für die wir eintreten

1. Als christliches Unternehmen orientieren wir uns am Leben und an der Botschaft Jesu. Leitlinien unseres Handelns sind daher seine Nächstenliebe, seine bedingungslose Annahme des Mitmenschen und seine besondere Zuwendung zu den Randgruppen der Gesellschaft.

2. Der ganzheitliche Dienst am Menschen steht im Vordergrund unseres Handelns. Ein wesentliches Ziel des Unternehmens ist deshalb die langfristige Sicherung und Stabilität der Einrichtungen im Interesse unserer Kranken, Kinder und Jugendlichen, alten und behinderten Menschen und unserer Mitarbeiter/innen. Um dieses Ziel erreichen zu können, verpflichtet sich das Unternehmen in besonderer Weise der Wirtschaftlichkeit.

3. Qualität zeichnet unsere Einrichtungen besonders aus. Basis unseres Qualitätsmanagements ist die konsequente Ausrichtung am Evangelium und am christlichen Menschenbild. Hohe professionelle Standards sind unser Ziel.

4. Wir achten die Schöpfung als Werk Gottes. Wir schützen und fördern das Leben. Daher fühlen wir uns den ethischen Grundfragen besonders verpflichtet und setzen uns in geeigneter Form mit diesen Fragen aktuell auseinander.

5. Wir bringen unseren Mitarbeitern/innen Wertschätzung ihrer Persönlichkeit und ihrer speziellen Fähigkeiten entgegen. Damit die Mitarbeiter/innen ihren Teil unseres gemeinsamen Auftrages erfüllen können, muss für sie das Selbstverständnis der christlichen Zielsetzung innerhalb dieser Dienstgemeinschaft erfahrbar werden.

6. Wir stellen uns der gesellschaftlichen Verantwortung, indem wir sowohl soziales als auch politisches Geschehen erkennen, darauf Einfluss nehmen und mitgestalten. Wir sind bereit - gerade in Zeiten der Veränderung -, im Rahmen unserer Möglichkeiten zukunftsorientierte Beiträge zur Fortentwicklung im Gesundheits- und Sozialwesen unseres Staates zu leisten.

7. Eine christliche Einrichtung muss an ihren Werken erkennbar sein - an den Entscheidungen der Leitungskräfte, am Umgang mit den uns Anvertrauten, an der Kooperation aller Mitarbeiter/innen und den Führungsgrundsätzen des Unternehmens. Dieser Herausforderung stellen wir uns.

III. Menschen, für die wir da sind

Die Menschen, die zu uns kommen, befinden sich in einer besonderen, oft als bedrohlich empfundenen Lebenssituation. Wichtig ist uns eine ganzheitliche Betreuung, die dem Bedürfnis der uns Anvertrauten nach Zuwendung, Akzeptanz und Geborgenheit nachkommt.

 

1. Wir respektieren die Persönlichkeitsrechte der einzelnen in jeder Situation, insbesondere das Recht auf Information und Privatsphäre. 

2. Wir nehmen uns Zeit für die Menschen, um ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern und zu erhalten. 

3. Wir helfen den Menschen, Alter, Krankheit oder Behinderung auch als Chance zu persönlicher Weiterentwicklung zu begreifen. 

4. Wir achten die Menschen unabhängig von Volkszugehörigkeit, Religion, Geschlecht, gesellschaftlichem Ansehen, Einkommen und Alter. 

5. Uns steht es nicht zu, über die persönliche Lebensgeschichte der betroffenen Menschen zu urteilen. 

6. Wir weisen niemanden ab, der unserer Hilfe bedarf. 

7. Wir begleiten Sterbende in ihrer letzten Lebensphase und lassen sie in ihren letzten Stunden nicht allein. 

Die Menschen, die zu uns kommen, erwarten von uns hohe Kompetenz. Das heißt: 

1. Wir bilden uns für unsere Tätigkeit kontinuierlich weiter, um die Qualität unserer Arbeit sicherzustellen. 

2. Wir behalten die wirtschaftliche Stabilität unserer Einrichtungen stets im Auge. Wir sorgen für effizientes Arbeiten und tragen bei zu einer ökonomischen Ablauforganisation. 

3. Menschlichkeit und Nächstenliebe haben für uns den gleichen Stellenwert wie fachliche Kompetenz. Deshalb erfüllen wir unsere Aufgabe mit Disziplin, Verantwortungsbewußtsein, Freundlichkeit, Geduld und der notwendigen Sensibilität. 

4. Wir sehen in der Kooperation der Berufsgruppen und einer gemeinsamen Organisationsentwicklung einen Angelpunkt für die Qualität unserer Arbeit. 

5. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen an und suchen deshalb den fachlichen Austausch. 

6. Wir respektieren die berechtigten Anliegen der Angehörigen. 

IV. Menschen, die mit uns arbeiten

Unsere Einrichtungen werden in besonderer Weise geprägt durch die Motivation der Mitarbeiter/innen. 

1. Wir bieten allen Mitarbeitern/innen an, sich mit christlichen Werten als Grundlage unseres Unternehmens auseinanderzusetzen. 

2. Wir praktizieren einen kooperativen Führungsstil unter besonderer Berücksichtigung der Integration verschiedener Interessen und Aufgabenbereiche. 

3. Wir garantieren eine klare Stellen- und Aufgabenbeschreibung mit Delegation von Kompetenzen und Verantwortung und räumen den Mitarbeitern/innen damit Selbstständigkeit und Eigenverantwortung ein. 

4. Wir informieren die Mitarbeiter/innen rechtzeitig über alles, was für ihren Arbeitsbereich und ihre Tätigkeit sowie für die Gesamteinrichtung wichtig ist. 

5. Wir beteiligen alle von einer Entscheidung Betroffenen am Entscheidungsprozess in angemessener Weise. 

6. Wir begleiten und beraten einzelne Mitarbeiter/innen sowie Teams in geeigneter Weise, beispielsweise durch Praxisanleitung oder Supervision. 

7. Wir sehen Konflikte als berechtigten Ausdruck gegensätzlicher Interessen, die zur Entwicklung einer positiven Streitkultur beitragen können. 

Die Fähigkeiten und Talente unserer Mitarbeiter/innen sind die Quelle unseres Erfolges. 

1. Wir fördern Aus-, Fort- und Weiterbildung. 

2. Wir stellen Ausbildungsplätze zur Verfügung und garantieren die besondere Berücksichtigung von Auszubildenden bei der Besetzung freier Stellen. 

3. Wir begleiten unsere neuen Mitarbeiter/innen intensiv während ihrer Einarbeitungszeit. 

4. Wir besprechen regelmäßig mit allen Mitarbeitern/innen ihre Arbeitsplatzsituation, ihre beruflichen Perspektiven sowie ihre Veränderungswünsche. Hier erhält der/die Mitarbeiter/in auch eine Beurteilung seiner/ihrer Arbeitsqualität. 

5. Wir verpflichten uns, bei beruflichen und privaten Problemen unserer Mitarbeiter/innen an Lösungsmöglichkeiten mitzuarbeiten. 

6. Wir entwickeln in den Bereichen Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit Standards, die sich auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen an den Bedürfnissen der Mitarbeiter/innen orientieren. 

7. Wir nehmen auf die besonderen Bedingungen von Frauen im Arbeitsleben Rücksicht. 

8. Wir fördern Familie und Kindererziehung durch die möglichst flexible Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen. 

9. Wir ermöglichen und fördern das Engagement für die Mitarbeitervertretung und arbeiten mit dieser vertrauensvoll zusammen. Den Mitarbeitervertretern geben wir die zeitlichen, organisatorischen und finanziellen Mittel für ihre Aufgaben. 

Der Mensch steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Zur Bewältigung der uns gestellten Aufgaben und der Umsetzung unseres christlichen Unternehmensleitbildes brauchen wir Mitarbeiter/innen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wir erwarten:

  • fachliche und soziale Kompetenz sowie die Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung
  • Engagement, Flexibilität, Loyalität und Leistungswillen; 
  • die Bereitschaft, sich an Projekten und Entwicklungsprozessen zu beteiligen 
  • selbstständiges und eigenverantwortliches Handeln; 
  • Teamfähigkeit und kollegiale Zusammenarbeit; und 
  • die Bereitschaft, eigene Interessen, Veränderungswünsche und konstruktive Kritik aktiv einzubringen.

V. Lebensräume, die wir mitgestalten

Wir sind mit unseren Einrichtungen in ein soziales, politisches und gesellschaftliches Umfeld eingebunden. Mit unserem spezifischen Profil treten wir selbstbewußt in diesem Umfeld auf.


1. Wir machen im Interesse unserer Mitarbeiter/innen und der uns Anvertrauten gegenüber dem Gesetzgeber, den Kostenträgern und den Kommunen unseren Einfluss geltend. 

2. Wir kooperieren mit anderen sozialen Einrichtungen. 

3. Wir bringen unsere Erfahrungen und Visionen als kritisches Potenzial in der Kirche ein und suchen Kontakt zu den Kirchengemeinden an den Orten unserer Einrichtungen. 

4. Wir unterstützen das Engagement Ehrenamtlicher bei uns. Wir fördern sie durch Begleitung und Fortbildung. 

5. Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Anbietern und Trägern. Wir setzen Schwerpunkte, um wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben. 

6. Wir gehen verantwortungsbewusst mit unserer wirtschaftlichen Macht um. 

7. Wir arbeiten mit öffentlichen Mitteln und sehen uns daher zur Rechenschaft über unsere Leistungen durch Information der Öffentlichkeit verpflichtet. 

8. Wir kommen unserem Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung nach und übernehmen Verantwortung für kommende Generationen. 

9. Wir gehen sparsam mit Energien und Rohstoffen um. 

VI. Vorbild, an dem wir uns orientieren

Dieses Leitbild ist ein Wegweiser für unsere Zukunft. Es bedarf der Umsetzung auf allen Ebenen des Unternehmens und einer ständigen inhaltlichen Auseinandersetzung.

Es schafft eine christliche Unternehmenskultur, die sich an dem Vorbild orientiert, das uns Jesus Christus durch sein Leben gegeben hat. Wir setzen uns dafür ein, seine Botschaft in unserer Zeit neu zu sagen und zu leben.

Marienhaus Altenzentrum St. Josef

Elly-Heuss-Knapp-Str. 29
57518 Betzdorf
Telefon:02741 296-0
Telefax:02741 296-275
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Ansprechpartner

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Telefon:+49(0)2741 / 296-0
Telefax:+49(0)2741 / 296-275
E-Mail:altenzentrum-​betzdorf@​marienhaus.​de

Mechele Klein

Pflegedienstleiterin

Telefon:+49(0)2741 / 296-0
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